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Japan-BIP: Willkommen im Tal der Tränen


12.11.2012
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die japanische Wirtschaft befindet sich im Anschluss an das spektakuläre Aufholwachstum nach dem Erdbeben im vergangenen Jahr nun wieder im Tal der Tränen: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im 3. Quartal 2012 um 0,9% Q/Q und die Aussichten auf das 4. Quartal sind auch hinreichend düster, womit mit Fug und Recht von einer Rezession zum Jahresausklang gesprochen werden kann, berichten die Analysten der Nord LB.

Der Hauptfaktor für diese Misere sei die außerordentlich schwache Außenhandelsentwicklung. Die realen Exporte hätten sich mit -5,0% Q/Q alles andere als erfreulich präsentiert. Aufgrund der Energieimporte und der schwachen globalen Nachfrage habe der Exportsektor zunehmend seine Bedeutung als Wachstumsträger verloren.

Durch den Wiederaufbau und sekundiert durch Konjunkturprogramme der Regierung sei bislang der private Konsum die Stütze der japanischen Konjunktur gewesen. Dieser habe aber zunehmend an Dynamik verloren und im 3. Quartal sein Vorzeichen umgekehrt. Die japanischen Konsumenten hätten ihre Ausgaben laut der BIP-Statistik um 0,5% im Quartalsvergleich reduziert. Die Bemühungen der Regierung würden sich in den öffentlichen Investitionen ablesen lassen, die 4,0% Q/Q gestiegen seien. Diese würden aber bei weitem nicht ausreichen, um die durch Exporte und private Haushalte entstandene Lücke zu kompensieren.


Die Situation werde sich bis in das erste Quartal 2013 hinein nicht bessern. Zwar ziehe die Nachfrage aus China und anderen asiatischen Ländern momentan wieder an, doch nach wie vor schwächle Europa und angesichts der deflationären Entwicklung der Preise sei derzeit wenig mit Nachfrageimpulsen durch die japanischen Konsumenten zu rechnen. Als wäre dies nicht genug, gebe es auch noch die japanische Version des fiscal cliffs: Die Opposition verweigere in einem dramatischen Machtspiel die Zustimmung zu der Refinanzierung und blockiere so den Staatshaushalt spätestens ab Dezember.

Der USD/JPY-Kurs habe nicht reagiert, der Nikkei 225 (ISIN XC0009692440 / WKN 969244) habe um knapp 1% nachgegeben. Der Rückgand des BIP habe im Rahmen der Analysten-Erwartungen gelegen, daher seien heftigere Reaktionen ausgeblieben.

Japan sei im Tal der Tränen angekommen. Die Wirtschaft des Landes sei im 3. Quartal um 0,9% Q/Q geschrumpft. Da mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch im 4. Quartal die Zahl negativ sein werde, könne mit Fug und Recht von einer Rezession gesprochen werden. Neben der äußerst schwachen Entwicklung der Exporte sei diesmal auch die Nachfrage der japanischen Haushalte als Wachstumsträger ausgefallen.

Angesichts der wenig positiven Aussichten bei den Exporteuren und der unter anderem durch die Deflation gedämpften Konsumlaune der Haushalte seien die weiteren Aussichten eher düster. Die japanische Version des fiscal cliffs sei in dieser Situation alles andere als hilfreich. (12.11.2012/ac/a/m)




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