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Salzgitter Aktie: Kurssprung nach Q3-Zahlen: Ergebnis überrascht - Prognose 2026 macht Hoffnung


10.11.2025
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) -

Salzgitter-Aktie heute unter den Top-Gewinnern im SDAX – Kurssprung nach Quartalszahlen!



Die Salzgitter-Aktie meldet sich eindrucksvoll zurück: Nach Vorlage der Quartalszahlen für Q3/2025 zählt der Titel am Montag mit einem kräftigen Kursplus von +3,25% auf 27,98 € zu den größten Gewinnern im SDAX!

Der Stahl- und Technologiekonzern trotzt schwierigen Märkten mit solider operativer Leistung, einem fast erreichten Jahresziel beim Ergebnisprogramm P28 und einem positiven Ausblick auf 2026. Doch wie solide steht Salzgitter wirklich da? Was macht Hoffnung – und was bereitet Sorgen?

Leicht positives Vorsteuerergebnis – in schwierigem Umfeld



In einem weiterhin angespannten wirtschaftlichen Umfeld mit geopolitischen Unsicherheiten und stagnierender Konjunktur im Heimatmarkt hat Salzgitter ein überraschend robustes Ergebnis geliefert: Im dritten Quartal konnte ein leicht positives Vorsteuerergebnis erzielt werden.

Auf Neunmonatssicht summierte sich das EBITDA auf 224,0 Mio. € (Vorjahr: 320,6 Mio. €), das Vorsteuerergebnis lag bei –72,7 Mio. € (Vorjahr: –141,2 Mio. €). Der Außenumsatz ging auf 6,9 Mrd. € zurück (Vorjahr: 7,7 Mrd. €).

P28-Programm liefert: 89 Mio. € Ergebnisbeitrag nach neun Monaten



Ein zentraler Treiber der Stabilität war erneut das Ergebnisverbesserungsprogramm P28. Dieses brachte gegenüber dem Vorjahr bereits in den ersten neun Monaten einen zusätzlichen Beitrag von 89 Mio. € – das Jahresziel von 97 Mio. € ist also beinahe erreicht.

Auch die Beteiligung an der Aurubis AG (Beitrag: 83,5 Mio. €) sowie der Geschäftsbereich Technologie mit der KHS-Gruppe trugen stabil zum Gesamtergebnis bei. Besonders erfreulich: Der im zweiten Quartal begonnene Turnaround im Segment Handel konnte durch konsequente Kostenanpassungen und Restrukturierungsmaßnahmen verstetigt werden.

Handel erholt, Stahlerzeugung ausgeglichen – Stahlverarbeitung belastet



Im Geschäftsbereich Stahlerzeugung wurde ein ausgeglichenes Quartalsergebnis erzielt – in Zeiten volatiler Rohstoffpreise ein beachtlicher Erfolg.

Anders sieht es im Bereich Stahlverarbeitung aus: Hier belasten vor allem hohe Importmengen und die fortgesetzte Nutzung günstiger russischer Brammen in der EU. Der anhaltend hohe Wettbewerbsdruck macht den Grobblechgesellschaften des Konzerns sichtbar zu schaffen.

Finanzen und Bilanz: solide Eigenkapitalquote, belastende Einmaleffekte



Das Ergebnis wurde zusätzlich durch –68,2 Mio. € aus der Bewertung von Derivaten sowie durch –5,4 Mio. € aus der Abwertung von KDS-Vermögenswerten belastet. Unterm Strich ergibt sich ein Nachsteuerergebnis von –46,5 Mio. € bzw. ein Ergebnis je Aktie von –0,93 €.

Trotz alledem bleibt die Eigenkapitalquote mit 41,8% auf hohem Niveau (Vorjahr: 43,3 %). Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) lag bei –0,4% – ein deutlicher Rückgang, aber immerhin eine Verbesserung zum Vorjahr (–1,6%).

Neue Umtauschanleihe sorgt für Rückenwind



Ein strategischer Schachzug dürfte die im Oktober begebene Umtauschanleihe über 500 Mio. € sein. Finanzvorständin Birgit Potrafki zeigte sich erfreut über die positive Resonanz am Kapitalmarkt. Die Transaktion stärke die Finanzierungsstruktur und sei ein Beleg für das Vertrauen der Investoren in die Konzernstrategie.


Jahresprognose angepasst – in unterer Hälfte der Spanne



Salzgitter konkretisiert die Prognose für das laufende Jahr 2025 und bewegt sich nun eher am unteren Rand der ursprünglichen Spanne:

- Umsatz leicht über 9,0 Mrd. € (zuvor: 9,0 – 9,5 Mrd. €)
- EBITDA 300 – 350 Mio. € (zuvor: 300 – 400 Mio. €)
- Vorsteuerergebnis –100 bis –50 Mio. € (zuvor: –100 bis 0 Mio. €)
- ROCE leicht über Vorjahr

Das Management betont, dass makroökonomische Faktoren wie Rohstoffkosten, Wechselkurse und die Bewertung der Umtauschanleihe den Jahresabschluss noch erheblich beeinflussen könnten.

Ausblick auf 2026: Hoffnung durch EU-Handelspolitik und Konjunktur



Für das Jahr 2026 blickt der Konzern wieder optimistischer nach vorn. Zum einen sollen die eigenen Ergebnismaßnahmen weiter forciert werden. Zum anderen könnten die neuen handelspolitischen Instrumente der EU-Kommission die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Stahlindustrie wieder stärken.

Sollte sich zusätzlich die konjunkturelle Lage erholen, sieht Salzgitter gute Chancen auf eine spürbare Verbesserung der Ergebnisse.

Die Chancen der Salzgitter-Aktie im Überblick



Turnaround Handel erfolgreich eingeleitet
Starke Beteiligung Aurubis als stetige Ergebnisstütze
Finanzielle Stabilität durch hohe Eigenkapitalquote und neue Anleihe
Wachstumschance 2026 bei EU-Maßnahmen und Konjunkturerholung
P28-Programm liefert planmäßig Ergebnisse

Die Risiken nicht außer Acht lassen



⚠️ Wettbewerbsdruck durch russische Billigimporte bleibt akut
⚠️ Rohstoffpreise und Währungsschwankungen können Ergebnisse belasten
⚠️ Einmaleffekte trüben Bilanz
⚠️ Ergebnisschwäche 2025 weiterhin gegeben
⚠️ Konjunkturabhängigkeit im Kerngeschäft bleibt bestehen

Fazit: Viel Potenzial – und ein SDAX-Top-Performer am Montag



Die heutige Kursreaktion zeigt: Anleger würdigen die Fortschritte des Konzerns – vor allem den Turnaround im Handel, die solide Finanzierung und die transparente Kommunikation der Unternehmensführung. Mit einem Plus von über 3% katapultierte sich die Salzgitter-Aktie in die Top 5 des SDAX!

Zwar bleibt das Marktumfeld herausfordernd – doch Salzgitter scheint gut aufgestellt, um 2026 wieder stärker durchzustarten. Wer an eine europäische Stahl-Renaissance glaubt, könnte hier rechtzeitig einsteigen.

Und jetzt: Teilen, bevor der Stahl wieder rostet 😉



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Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 10. November 2025

Disclaimer

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels. (10.11.2025/ac/a/nw)




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