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Börsen in Asien: Uneinheitlich, Verluste in Japan 30.10.2012
aktiencheck.de
Tokio (www.aktiencheck.de) - An den wichtigsten asiatischen Aktienbörsen war am Dienstag keine einheitliche Tendenz auszumachen. Der DAXglobal Asia (ISIN DE000A0LLPW4 / WKN A0LLPW), der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verschlechtert sich zur Stunde um 0,20 Prozent auf 337,05 Punkte.
Deutliche Kursverluste wurden im heutigen Handel an den japanischen Aktienmärkten verzeichnet. Im Blickfeld der Investoren stand dabei die Bank of Japan. Der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) beriet über seine weitere Geldpolitik und hat einstimmig entschieden, seine Geldpolitik unverändert fortzuführen. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Satz für Tagesgeld in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft bei 0,00 bis 0,10 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der G7-Staaten verharrt. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Zudem wurde, um eine Rezession abzuwenden, das Ankaufsprogramm für Wertpapiere um 11 Bio. auf jetzt insgesamt 91 Bio. Japanischen Yen bis Ende 2013 ausgeweitet. Im Anschluss an diese Entscheidung gewann der Yen am Devisenmarkt deutlich an Wert, was wiederum die Stimmung am Aktienmarkt drückte. Unterdessen hat sich in Japan die Arbeitsmarktlage im September nach Regierungsangaben stabilisiert. So verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenrate bei 4,2 Prozent, nach schon 4,2 Prozent im August. Die Zahl der Arbeitslosen belief sich im Land der aufgehenden Sonne auf 2,75 Millionen. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang um 20.000 bzw. 0,7 Prozent. Die japanische Industrieproduktion ist ferner im September gesunken. Dies gab das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) bekannt. So verringerte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vormonat um 4,1 Prozent. Im August hatte der Output der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft um 1,6 Prozent abgenommen. Binnen Jahresfrist ging die Industrieproduktion um 8,1 Prozent zurück, nach einem Rückgang um 4,6 Prozent im August.
Der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440 / WKN 969244) notierte im Handelsverlauf lange in der Gewinnzone, um dann letztendlich doch um 0,98 Prozent auf 8.841,98 Punkte nachzugeben. Damit verabschiedete sich der Index auf Tagestief in den Feierabend. Nur unwesentlich besser erging es dem breiter gefassten Topix, für den am Ende ein Minus von 0,92 Prozent auf 733,46 Stellen zu Buche stand. Auf dem Verkaufszettel der Investoren fanden sich dabei unter anderem auch Automobilwerte wieder. So fuhren Toyota mit einem Wertverlust von 0,5 Prozent hinterher, während sich gleichzeitig Nissan um 2,5 Prozent verschlechterten. Honda fielen sogar um 2,8 Prozent. Der Industriekonzern Hitachi Ltd. (ISIN JP3788600009 / WKN 853219) erwirbt die Anteile des Energieversorgers E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) an Horizon Nuclear Power. Dabei beläuft sich der Kaufpreis für den 50-prozentigen Anteil von E.ON auf umgerechnet rund 433 Mio. Euro. Auch der zweite Anteilseigner an dem Joint Venture, RWE (ISIN DE0007037129 / WKN 703712), hat heute seine Hälfte der Anteile an Hitachi abgegeben. Die Transaktion soll noch im November abgeschlossen werden. Horizon Nuclear Power wurde als Joint Venture von E.ON und RWE in 2009 gegründet, um den Bau neuer Kernkraftwerke in Großbritannien voranzutreiben. Hitachi verschlechterten sich um 0,2 Prozent.
Die chinesischen Aktienmärkte entwickelten sich unterdessen uneinheitlich. Im Vorfeld anstehender wichtiger Quartalsbilanzen wollen die Anleger keine größeren Neuengagements eingehen. Der Shanghai Composite rückte um 0,17 Prozent auf 2.062,35 Punkte vor. Gleichzeitig verlor in Hongkong der Hang Seng (ISIN HK0000004322 / WKN 145733) 0,38 Prozent auf 21.428,58 Stellen. Vergleichsweise schlecht verbunden waren dabei die Anteilsscheine des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile mit einem Wertverlust von 0,7 Prozent. Die Titel des Mischkonzerns Hutchinson entwickelten sich daneben mit einem Minus von 0,5 Prozent ebenfalls schlechter als der Gesamtmarkt. Rohstoffwerte tendierten derweil uneinheitlich. Während es für CNOOC um 0,7 Prozent nach unten ging, konnten PetroChina gegen den insgesamt negativen Trend um 0,4 Prozent zulegen.
Deutliche Kursverluste sind derzeit an den indischen Aktienmärkten auszumachen. So verschlechtert sich der Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199 / WKN 969819) um 1,10 Prozent auf 18.430,85 Punkte. Der Geldpolitische Rat der indischen Notenbank beriet über das weitere Zinsniveau und beschloss, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Somit verharrt der Leitzinssatz bei 8,00 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung im Vorfeld erwartet. Zuletzt hatte die Zentralbank den Leitzins im April 2012 überraschend deutlich um 50 Basispunkte auf 8,00 Prozent gesenkt. Jedoch senkte die Notenbank erneut ihre Wachstumsprognose für 2012 auf 5,8 Prozent, während sie bisher von einem BIP-Anstieg um 6,5 Prozent ausgegangen war. Ursprünglich war sogar ein Plus von 7,3 Prozent erwartet worden.
Nikkei 225 (Japan): 8.841,98 (-0,98 Prozent) TOPIX (Japan): 733,46 (-0,92 Prozent) Hang Seng (China): 21.428,58 (-0,38 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.062,35 (+0,17 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.899,58 (+0,43 Prozent) SENSEX (Indien): 18.430,85 (-1,10 Prozent) JSX (Indonesien): 4.364,60 (+0,77 Prozent) STI (Singapur): 3.038,73 (+0,30 Prozent) (30.10.2012/ac/n/m)
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