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23.04/17:35 |
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WKN |
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| DE0005565204 |
556520 |
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Dürr 9-Monatsbericht 25.10.2000
Ad hoc
Die Dürr AG (WKN 556520) gibt Kennzahlen über die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres 2000 bekannt.In das nach US-GAAP ermittelte Zahlenwerk für den Dürr Konzern wurden statistisch ermittelte Werte der nach HGB bilanzierenden Carl Schenck AG (konslidiert seit 1.4.2000)für das zweite und dritte Quartal 2000 einbezogen. In den Zahlen für die Dürr-Geschäftsbereiche sind die Werte der entsprechenden Schenck -Unternehmensbereiche noch nicht berücksichtigt. Die Gesellschaften der zu 50 % übernommenen Alstom Automation S.A. (mittlerweile Dürr-AIS S.A.) wurden at equity einbezogen.
Der Technologiekonzern Dürr hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2000 seine Ertragsziele erreicht und ist bei Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand gegenüber der Vorjahresperiode stark gewachsen. Der Konzernumsatz erreichte nach neun Monaten EUR 1.183 Mio. und erhöhte sich damit gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres in Höhe von EUR 629 Mio. um 88 %. Über die Hälfte des Umsatzwachstums entfällt auf akquirierte Unternehmen. Das EBITDA (Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsaufwand und Abschreibungen) konnte mit EUR 59,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 30,5 Mio.) nahezu verdoppelt werden (+ 96 %). Das Ergebnis vor Steuern liegt mit EUR 19,6 Mio. um 18,1 % über dem Vorjahreswert ( EUR 16,6 Mio.).Der Auftragseingang betrug in den ersten neun Monaten EUR 1.519 Mio. Dies bedeutet eine Steigerung von 110 % gegenüber der Vorjahresperiode (EUR 723 Mio.). Der Auftragsbestand lag mit EUR 1.397 Mio. deutlich über dem Vorjahreswert von EUR 1.026 Mio. (+ 36 %). Damit ist der Dürr-Konzern weiterhin gut ausgelastet.
Weltweit beschäftigte der Dürr-Konzern per 30.09.2000 11.247 Mitarbeiter. Der Geschäftsbereich Paint Systems erzielte einen Umsatz von EUR 598,2 Mio. sowie ein EBITDA von EUR 25,8 Mio. Der Auftragseingang betrug EUR 771,6 Mio. Der Geschäftsbereich Paint Systems konnte seine führende Position in der Karossenlackierung festigen. Systemaufträge aus Frankreich zeigen, dass der Zugang zum französischen Markt durch die Übernahme der unternehmerischen Führung bei Dürr-AIS verbessert wurde. Weitere Großaufträge erhielt der Geschäftsbereich aus den USA und Osteuropa.
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Automotion betrug im Berichtszeitraum EUR 48,3 Mio. Das EBITDA erreichte EUR 2,6 Mio., der Auftragseingang EUR 148,4 Mio. Gemeinsam mit dem Schenck-Unternehmensbereich Prüf- und Automatisierungstechnik ist Dürr Automotion einer der führenden Systemanbieter für die Fahrzeugendmontage. Aufgrund der vorhandenen Rationalisierungspotenziale sieht Dürr in diesem Bereich der Automobilproduktion wachsenden Investitionsbedarf. Für einen deutschen Hersteller realisieren Dürr/Schenck derzeit eine komplette Endmontagelinie.Weitere wesentliche Aufträge erhielt Automotion in Osteuropa, den USA und Brasilien.
Der Geschäftsbereich Environmental erzielte einen Umsatz von EUR 61,3 Mio. und einen Auftragseingang von EUR 45,2 Mio. Das EBITDA betrug EUR -2,3 Mio. In den USA bewegt sich die Nachfrage auf anhaltend hohem Niveau. In Europa hat die Investitionsneigung vor allem im Bereich Abluftreinigung angezogen.Das Ergebnis des Geschäftsbereichs bleibt bis zum Jahresende belastet durch hohe Vorleistungen im Rahmen eines Großprojekts, auf deren Basis Dürr eine neue Technologieplattform mit guten Vermarktungsperspektiven entwickelt.
Der Geschäftsbereich Protecs erreichte einen Umsatz von EUR 115,8 Mio. Das EBITDA betrug EUR 10,1 Mio., der Auftragseingang lag bei EUR 161,0 Mio. Der Geschäftsbereich hat seine führende Position als Anbieter von industrieller Reinigungstechnik und Filtrationstechnik für die Automobilindustrie und weitere Branchen gefestigt. Wachstumsimpulse ergeben sich insbesondere aus der Entwicklung neuer Motoren- und Getriebegenerationen sowie aus dem anhaltenden Trend zur Vergabe größerer Auftragspakete an Systemlieferanten.
Der Geschäftsbereich Services erzielte einen Umsatz von EUR 85,7 Mio., ein EBITDA von EUR 4,7 Mio. und einen Auftragseingang von EUR 88,6 Mio. Services verzeichnet eine gute Nachfrage aus der Automobilindustrie. Neben einem mehrjährigen Full-Service-Kontrakt in Polen erhielt Services größere Aufträge in Großbritannien, Brasilien und den USA. Wachsende Nachfrage besteht vor allem bei technisch anspruchsvolleren Dienstleistungen.
Carl Schenck-Konzern Der Carl Schenck-Konzern erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres einen Umsatz von EUR 376,8 Mio. gegenüber EUR 287,1 Mio. im Vorjahreszeitraum (+31 %). Der Auftragseingang lag mit EUR 448,4 Mio. um 35 % über dem Vorjahreswert von EUR 331,2 Mio. Das EBITDA betrug wegen geringerer außerordentlicher Effekte EUR 14,6 Mio. gegenüber EUR 19,1 Mio.in der Vorjahresperiode (- 24 %). Der Auftragsbestand erreichte EUR 333,4 Mio. (Vj. EUR 277,5 Mio./ + 20 %).
Die stärksten Wachstumsimpulse kamen von deutschen und amerikanischen Schenck-Gesellschaften. Durch die gelungene Integration der nordamerikanischen Gesellschaften Motorama und Interautomation baute der Unternehmensbereich Prüf- und Automatisierungstechnik seine Systemkompetenz weiter aus. Ebenfalls erweitert wurde das zuletzt stark nachgefragte Angebot an Serviceleistungen für die Automobilindustrie. Die beiden weiteren Schenck-Unternehmensbereiche Verfahrenssysteme sowie Auswucht- und Diagnosetechnik profitierten von der weiteren Nachfragebelebung in wichtigen Märkten. Der Unternehmensbereich Verfahrenssysteme setzte seine intensivierte Marktbearbeitung fort. Der Unternehmensbereich Auswucht- und Diagnosetechnik baute seine Aktivitäten im Bereich Diagnose aus.Die Zusammenarbeit der entsprechenden Geschäftsbereiche von Schenck und Dürr im Automobilbereich verläuft planmäßig.
Der neue Dürr-Geschäftsbereich INTX wird mit der Leitgesellschaft INTX AG als Corporate Venture Capital-Gesellschaft einerseits fremdentwickelte Zukunftstechnologien, vor allem von Start-up-Unternehmen, für die Dürr-Gruppe ausfindig und verfügbar machen und andererseits die Vermarktung innovativer Technologien des Dürr-Konzerns in neuen Märkten vorantreiben.
Ausblick auf das Gesamtjahr 2000 In den Märkten des Dürr-Konzerns besteht nach wie vor eine insgesamt zufrieden stellende Investitionssituation, wobei mögliche Auswirkungen des signifikanten Anstiegs der Ölpreise auf den mittelfristigen Konjunkturverlauf zur Zeit schwer abzuschätzen sind. In der Automobilindustrie, dem für Dürr wichtigsten Markt, haben von der Mengenkonjunktur unabhängige Investitionsmotive wie z.B. Produktivitätssteigerung, Kostenreduzierung, Qualitätsverbesserung sowie Umweltgesichtspunkte anhaltend Priorität. Vor diesem Hintergrund wird Dürr das für das Geschäftsjahr 2000 angestrebte Umsatzziel von EUR 1,7 Mrd. übertreffen und beim Ergebnis vor Steuern ein zweistelliges prozentuales Wachstum erreichen.
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