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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 91,10 € |
91,50 € |
-0,40 € |
-0,44 % |
27.04/10:10 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005550636 |
555063 |
- € |
- € |
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Drägerwerk VZ verkaufen 06.05.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Leslie Iltgen, Analystin vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Drägerwerk (ISIN DE0005550636 / WKN 555063, VZ) von "halten" auf "verkaufen" herab.
Die heute veröffentlichten Zahlen seien bis auf den Umsatz noch schlechter ausgefallen als erwartet. Auf der Umsatzseite seien die Zahlen für die Segmente Medizintechnik (BHLe: 264 Mio. EUR) mit 268 Mio. EUR bzw. für den Bereich Sicherheitstechnik (BHLe: 152 Mio. EUR) mit 163 Mio. EUR besser ausgefallen als von den Analysten erwartet. Doch auf der EBIT-Seite hätten die Ergebnisse insbesondere im Bereich Medizintechnik enttäuscht. Das EBIT sei mit 2,7 Mio. EUR um 77,7% deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres (Q1/08: 12,1 Mio. EUR) und damit auch unter den Konsenserwartungen gelegen. Gleiches gelte für die EBIT-Marge, die mit 1% deutlich rückläufig gewesen sei (Q1/08: 4,6%).
Ursache für die schlechte Ertragsentwicklung seien eine geringere Bruttomarge (Produktmix), negative Währungseffekte (6 Mio. EUR Belastung vor allem durch US-Dollar und GBP), gestiegene Funktionskosten (3 Mio. EUR Belastung, rund zwei Drittel davon seien auf gestiegene F&E-Kosten entfallen, um Produktentwicklung zu beschleunigen) und Aufwendungen in Zusammenhang mit der Zusammenführung der internationalen ERP-Systeme (2,1 Mio. EUR Belastung) gewesen. Der Bereich Sicherheitstechnik hingegen habe sich, wie erwartet, stabiler gezeigt. Das EBIT habe mit 10,5 Mio. EUR sogar über dem Q1/08 Ergebnis in Höhe von 9,5 Mio. EUR gelegen.
Wie erwartet, hätten sich auch der Auftragsbestand und Auftragseingang im ersten Quartal mit über 9% deutlich rückläufig entwickelt. Dieser Rückgang sei vor allem durch nun fehlende attraktive Großprojekte bedingt gewesen, wie man sie in Q1/08 zu verzeichnen gehabt habe. Mit einem rezessionsbedingtem Rückgang der Auftragseingänge würden die Analysten zeitverzögert erst noch in den kommenden Quartalen rechnen. Zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung sei ein Sparprogramm angekündigt worden. Eingespart werden solle in allen Bereichen (Einkauf, Produktion, Logistik, Marketing, Vertrieb). Das potenzielle Einsparpotenzial sei jedoch noch nicht quantifiziert worden.
Auch der Ausblick für das Gesamtjahr 2009 sei leider nicht weiter konkretisiert worden. Das Management gehe unverändert von einem Umsatzrückgang in Höhe von 5% aus. Die Nettofinanzverbindlichkeiten seien von 327,2 Mio. EUR in Q1/08 auf nun 336,6 Mio. gestiegen.
Aktuell würden die Analysten keine Besserung auf der Nachfrage- und Ertragsseite sehen. Erst im Juni wolle sich das Management detaillierter zu den erwarteten Einsparungen im Rahmen des Turnaround-Programs äußern. Der Rückkauf des 25%-Siemens-Anteils bleibe ebenfalls offen. Bekannt geworden sei jedoch, dass ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 140 Mio. EUR aufgenommen worden sei.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Drägerwerk-Aktie von "halten" auf "verkaufen" zurück. Das Kursziel von 16,50 EUR werde bestätigt. (Analyse vom 06.05.2009) (06.05.2009/ac/a/t)
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