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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 91,30 € |
91,50 € |
-0,20 € |
-0,22 % |
27.04/10:10 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005550636 |
555063 |
- € |
- € |
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Drägerwerk VZ verkaufen 25.06.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Leslie Iltgen, Analystin vom Bankhaus Lampe, stuft die Vorzugsaktie von Drägerwerk (ISIN DE0005550636 / WKN 555063) weiterhin mit "verkaufen" ein.
Drägerwerk sehe sich derzeit einem starken Ergebnisdruck ausgesetzt. Zum einen belaste ein höherer Anteil öffentlicher Aufträge und ein entsprechend niedriger Anteil industrieller Aufträge (und damit niedrigere Margen) im Bereich Sicherheitstechnik das Ergebnis. In der Medizintechnik würden negative Währungseffekte sowie ein schlechterer Produktmix beziehungsweise eine Verschiebung zu ertragsschwächeren Portfoliokomponenten das Ergebnis belasten.
Das Management wolle nun mit einem Kostensparprogramm entgegensteuern, das aus rund 400 Einzelmaßnahmen bestehe und ab dem Jahr 2011 gegenüber der Umsatz- und Kostenstruktur und den Währungsrelationen im Jahr 2008 einen positiven Effekt von 100 Mio. EUR bringen solle. Rund 60% der Ergebnisverbesserungen sollten durch Sachkostenprojekte erzielt werden, weitere 30% durch Personalmaßnahmen und der Rest durch Erlösoptimierung.
Durch Senkung der Materialkosten ergebe sich beispielsweise ein Einsparvolumen von rund 3% auf 450 Mio. EUR, durch Senkung der Sachkosten von 5% auf 380 Mio. EUR, durch Standortoptimierungen einstelliger Mio.-EUR-Betrag, Logistik bringe 5% von 170 bis 190 Mio. EUR, R/D 10% von 100 Mio. EUR, Marketingkostensenkung 6% auf rund 300% und IT 20% auf 100 Mio. EUR; mögliche Einsparungen im Servicebereich sollten gleich wieder reinvestiert werden.
Insgesamt sollten dieses Jahr bereits 20 bis 25 Mio. EUR an "Quick Wins" erzielt werden plus rund 30 bis 40 Mio. EUR an nachhaltigen positiven Ertragseffekten. Da jedoch ein Großteil der Implementierungskosten für das Turnaround-Programm ebenfalls dieses Jahr anfallen würden (Implementierungskosten für Turnaround-Programm würden sich auf 35 bis 40 Mio. EUR für die gesamte Laufzeit belaufen, davon würden rund zwei Drittel auf laufendes Geschäftsjahr entfallen), rechne man für 2009 nur noch mit einem EBIT in Höhe von 46 Mio. EUR. 2010 sollten dann bereits rund 70 bis 80% der avisierten 100 Mio. EUR erzielt werden und ab 2011 dann die 100 Mio. EUR.
Aktuell sehe man keine Besserung auf der Nachfrage- und Ertragsseite. Die Nachfrageseite bleibe unverändert schwach. Druck komme zusätzlich auf der Währungsseite (dürfte 2009 rund 20 bis 25 Mio. EUR ausmachen). Zudem müssten die Maßnahmen aus dem Turnaround-Programm nun greifen, um die avisierten Kosteneinsparungen auch wirklich zu erreichen. Auf der Produktseite (schlechter Produktmix, Verzögerungen bei Infinity ACS usw.) und auch auf der Vertriebsseite (beispielsweise USA) würden sich unverändert Schwächen zeigen. Daher gehe man nicht von einer zeitnahen Verbesserung der Ertragssituation aus. Offen bleibe im Übrigen nach wie vor auch der mögliche Rückkauf des 25%-Siemens-Anteils.
Vor diesem Hintergrund halten die Analysten vom Bankhaus Lampe unverändert an ihrem Anlageurteil "verkaufen" für die Vorzugsaktie von Drägerwerk fest. Beim Gewinn je Aktie gehe man für 2009 nur noch von 0,12 EUR aus (zuvor: 1,98 EUR) und für 2010 in Höhe von 1,11 EUR (zuvor: 2,45 EUR). Das Kursziel habe man von 16,50 EUR auf nun 14,50 EUR gesenkt. (Analyse vom 25.06.2009) (25.06.2009/ac/a/t)
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