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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005550636 555063 -   € -   €
 
 
 

Drägerwerk VZ kein Kauf


17.07.2009
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten von einem Kauf der Vorzugsaktie von Drägerwerk (ISIN DE0005550636 / WKN 555063) ab.

Das Unternehmen aus Lübeck sei von der Krise stark betroffen. Prinzipiell gelte die Branche der Medizintechnik als recht resistent gegen konjunkturelle Einbrüche. Bei Drägerwerk scheine dies anders zu sein. Die Zahlen für das erste Quartal seien äußerst schwach gewesen. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres habe das Unternehmen zwar noch den Umsatz um fünf Prozent steigern können, jedoch seien die Erträge massiv implodiert.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen habe sich um sage und schreibe 63 Prozent auf nur noch 6,5 Millionen Euro reduziert. Vor allem der operative Gewinn aus der Medizintechnik sei um satte 77,7 Prozent auf lumpige 2,7 Millionen Euro implodiert. Der Jahresüberschuss sei wie Schnee in der Sonne zusammengeschmolzen und um 96 Prozent auf lausige 0,1 Millionen Euro eingebrochen. Abzüglich Minderheiten habe CEO Stefan Dräger sogar einen Verlust ausweisen müssen.

Wegen der düsteren Ergebnisentwicklung gehe der Dräger-Sprössling mit seiner Firma ins Fitness-Studio. Das Unternehmen müsse saniert und restrukturiert werden. Der Absolvent der Berufsakademie Stuttgart, der seine Sporen bei Hewlett-Packard verdient habe, wolle ab dem Jahr 2011 gegenüber 2008 rund 100 Millionen Euro einsparen. Schon im Jahr 2010 solle sich der überwiegende Teil der insgesamt 400 Einzelmaßnahmen bezahlt machen. Um dem Turnaround mehr Schwung zu verleihen, müsse der diplomierte Ingenieur der Elektrotechnik auch Personal vor die Tür setzen. Konkrete Angaben mache der CEO, der in 2008 knapp 1,5 Millionen Euro verdient habe, allerdings nicht.

Aktionäre des Unternehmens könnten das Jahr 2009 getrost abhaken. Dieses Jahr sei schlichtweg verhunzt. Dräger erwarte, dass das Konzern-EBIT deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen werde. In 2008 habe das Unternehmen vor Einmalaufwendungen ein EBIT von 130 Millionen Euro erzielt. Inklusive dieser Aufwendungen habe das EBIT 105 Millionen Euro betragen. Der Jahresüberschuss habe mehr als 46 Millionen Euro erreicht und der Konzerngewinn habe rund 33 Millionen Euro betragen.


Die bereinigte EBIT-Marge habe im letzten Jahr bei 6,8 Prozent nach 8,3 Prozent im Vorjahr gelegen. Inklusive Einmaleffekte sogar nur bei 5,4 Prozent. Das Zahlenwerk für 2008 sei somit insgesamt eher verhalten und die Erträge geringer als in 2007 gewesen. Die Experten seien sehr gespannt, wann Dräger seine in Aussicht gestellte EBIT-Marge von zehn Prozent für den Konzern zeigen könne. Er scheine sich davon immer weiter zu entfernen, anstatt zu nähern. Auch hier sei die Medizintechnik mit verantwortlich. Die bereinigte EBIT-Marge habe in 2008 in diesem Segment bei 7,1 Prozent gelegen. Das Zielniveau solle bei 13 Prozent liegen. Auch diese Vorgabe rücke in weite Ferne.

Anfang des Jahres habe der dreifache Familienvater den Rückkauf des derzeit von Siemens gehaltenen 25-Prozent Anteils an der Dräger Medical angekündigt. Um dieses Thema sei es ruhig geworden. Kein Wunder, da es sich bei ersten sondierenden Gesprächen zwischen den Parteien ergeben habe, dass ein Rückkauf zu einer Gesamt-Finanzbelastung für Dräger von satten 300 Millionen Euro führen könne. Vor dem Hintergrund der Verschuldung von Drägerwerk per Ende März, könne sich der CEO den Deal nur schwer leisten.

Kurzfristig stehe der Betrieb bei Banken mit 78 Millionen Euro in der Kreide. Kurzfristige sonstige finanzielle Schulden würden sich auf rund 63 Millionen Euro belaufen. Langfristig sei die Gesellschaft bei Banken mit 291 Millionen Euro verschuldet. Das Genussscheinkapital drücke die Schuldenlast um weitere 75 Millionen Euro und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen würden mit satten 167 Millionen Euro zu Buche schlagen. Insgesamt sei die Nettoverschuldung recht sportlich.

Drägerwerk sei keine Bastlerklitsche, aber auch kein einwandfreies Qualitätsunternehmen. Dafür seien die Erträge und Margen viel zu schwach und die Verschuldung zu hoch.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Aktie von Drägerwerk zunächst nicht zu kaufen. Bei Drägerwerk seien Käufe allenfalls im Bereich zwischen 11 und 13 Euro diskutierbar. Laut Analysten von Bankhaus Lampe liege das KGV für dieses Jahr bei 145, Ergebnis je Aktie werde bei zwölf Cent erwartet und für 2010 bei 16. Günstig sei das nicht! Bei einem Kurs von elf Euro würde das KGV 2010 gemäß den Schätzungen der Analysten für den Gewinn je Aktie bei zehn liegen. (Analyse vom 17.07.2009) (17.07.2009/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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