|
 |
 |
|
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 91,50 € |
93,20 € |
-1,70 € |
-1,82 % |
24.04/17:35 |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005550636 |
555063 |
- € |
- € |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Drägerwerk VZ kaufen 03.05.2010
AC Research
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt weiterhin, die Vorzugsaktien von Drägerwerk (ISIN DE0005550636 / WKN 555063) zu kaufen.
Die Drägerwerk AG sei ein international führender Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern. Die Geschäftstätigkeit sei dabei in die beiden Bereiche Sicherheitstechnik und Medizintechnik unterteilt. Im Bereich Medizintechnik biete das Unternehmen seinen Kunden unter anderem Produkte wie Anästhesiearbeitspätze, Beatmungsgeräte für die Intensivmedizin und die häusliche Pflege oder das Patientenmonitoring und IT-Lösungen an. Im Bereich der Sicherheitstechnik werde den Kunden ein ganzheitliches Gefahrenmanagement, vor allem für den Personen- und Anlagenschutz angeboten. Das aktuelle Produktportfolio umfasst hier unter anderem Atemschutzausrüstungen, Brandübungsanlagen sowie Alkohol- und Drogentestgeräte.
Die Gesellschaft habe Zahlen für das abgelaufene erste Quartal 2010 bekannt gegeben.
Demnach habe der Konzern in diesem Zeitraum den währungsbereinigten Auftragseingang im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 7,4% auf 488,2 Millionen Euro steigern können. Der Auftragsbestand liege damit währungsbereinigt mit 472,9 Millionen Euro um 9% über dem entsprechenden Vorjahreswert. Beim Umsatz habe ein währungsbereinigter Zuwachs um 8,1% auf 465,9 Millionen Euro verzeichnet werden können. Das Konzern-EBIT habe sich weit überproportional von 6,5 Millionen Euro im ersten Quartal 2009 auf nunmehr 36,8 Millionen Euro verbessert. Die EBIT-Marge sei somit um 6,4 Prozentpunkte auf 7,9% erhöht worden.
Im Bereich Medizintechnik habe bei einem währungsbereinigten Anstieg des Auftragseingangs um 8,9% auf 323,6 Millionen Euro der Auftragsbestand zum 31. März 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 28,8% auf 326,1 Millionen Euro verbessert werden können. Dabei habe der Konzern insbesondere von einem hervorragenden Geschäftsverlauf in der Region Amerika profitiert. So habe sich hier der währungsbereinigte Auftragseingang um 49% auf 79,6 Millionen Euro erhöht. Beim Umsatz habe ein währungsbereinigter Zuwachs um 13,2% auf 306,3 Millionen Euro verzeichnet werden können. Das Bereichs-EBIT sei von 2,7 Millionen Euro im ersten Quartal 2009 auf nunmehr 40,3 Millionen Euro geradezu explodiert. Dabei hätten sich die Einsparungen aus dem Turnaround-Programm, ein verbesserter Produktmix und Währungseffekte positiv ausgewirkt.
Im Bereich der Sicherheitstechnik habe sich der Auftragseingang auf währungsbereinigter Basis um 4,8% auf 172,3 Millionen Euro verbessert. Der Auftragsbestand habe sich allerdings aufgrund von im Jahr 2009 erfolgten Stornierungen währungsbereinigt um 19% auf 148,1 Millionen Euro verringert. Der Umsatz habe minimal auf 167 Millionen Euro verbessert werden können. Beim EBIT habe allerdings wegen Produktmixverschiebungen hin zu ertragsstärkeren Produkten und positiven Währungseinflüssen dennoch ein Zuwachs um 21% auf 12,7 Millionen Euro erzielt werden können. Das Bereichs-EBIT-Marge sei somit um 1,2 Prozentpunkte auf 7,6% erhöht worden.
Die vorgelegten Zahlen seien nach Ansicht der Analysten von AC Research hervorragend ausgefallen und hätten deutlich über den Erwartungen gelegen. Nachdem der Konzern bereits im vierten Quartal 2009 gute Zahlen vorgelegt habe, würden sich mit den Zahlen zum ersten Quartal 2010 die Hinweise verdichten, dass es sich um einen nachhaltigen Trend handle. Zudem müsse bedacht werden, dass das erste Quartal eines Geschäftsjahres saisonal das schwächste sei. Es habe den Anschein, dass der Konzern den Umschwung geschafft habe. Hierauf lasse auch der optimistische Ausblick auf das Gesamtjahr schließen. So rechne die Konzernleitung nunmehr damit, dass obere Ende der bereits prognostizierten Bandbreite einer EBIT-Marge von 5 bis 6% vor Effekten aus der Transaktion mit Siemens erreichen zu können. Beim Umsatz werde mit einem Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich gerechnet. Nach Ansicht der Analysten von AC Research würden die Planvorgaben auf Basis des sehr guten ersten Quartals 2010 noch konservativ erscheinen.
Beim Freitagsschlusskurs von 52,60 Euro erscheine das Unternehmen mit einem KGV 2011e von rund 10 nach Ansicht der Analysten von AC Research weiterhin relativ moderat bewertet. Man gehe davon aus, dass sich das Turnaround-Programm weiterhin positiv auf die Ertragslage auswirken werde. Zudem werde der Konzern aller Voraussicht nach von einem steigenden Anteil neuer, margenstärkerer Produkte profitieren. Daher sehe man auf dem aktuellen Kursniveau bei einem Investment in die Aktie weiterhin ein positives Chance-Risiko-Verhältnis.
Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Vorzugsaktien von Drägerwerk zu kaufen. (Analyse vom 03.05.2010) (03.05.2010/ac/a/t)
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|