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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 91,50 € |
93,20 € |
-1,70 € |
-1,82 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005550636 |
555063 |
- € |
- € |
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Drägerwerk VZ kaufen 11.06.2010
AC Research
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt weiterhin, die Vorzugsaktien von Drägerwerk (ISIN DE0005550636 / WKN 555063) zu kaufen.
Die Drägerwerk AG habe sich als Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern eine sehr gute Marktposition erarbeitet. Im Bereich Medizintechnik biete die Gesellschaft ihren Kunden unter anderem Produkte wie Anästhesiearbeitspätze, Beatmungsgeräte für die Intensivmedizin und die häusliche Pflege oder das Patientenmonitoring und IT-Lösungen an. Im Bereich der Sicherheitstechnik werde den Kunden ein ganzheitliches Gefahrenmanagement, vor allem für den Personen- und Anlagenschutz angeboten. Das aktuelle Produktportfolio umfasse hier unter anderem Atemschutzausrüstungen, Brandübungsanlagen sowie Alkohol- und Drogentestgeräte.
Das Unternehmen unterhalte einen langfristig angelegten Kooperationsvertrag mit JENOPTIK bezüglich der Entwicklung von Wärmebildkameras. Auf der derzeit laufenden Fachmesse Interschutz würden beide Gesellschaften mit den Wärmebildkameras UCF 6.000 und UCF 7.000 die ersten Produkte präsentieren, die im Rahmen des Kooperationsvertrages zusammen entwickelt worden seien. Die Geräte würden Temperaturen zwischen -40 und +1.000 Grad Celsius aushalten und sollten zum Beispiel bei Großbränden oder bei der Suche nach Verletzten eingesetzt werden. Durch die Kooperation könne Drägerwerk das eigene Entwicklungs-Know-How mit besonderen Kenntnissen auf dem Gebiet der Infrarottechnologie von JENOPTIK ergänzen und nach Meinung der Analysten so die Absatzpotenziale im Bereich der Feuerwehr und bei Rettungskräften erhöhen.
Des Weiteren habe Drägerwerk bekannt gegeben, dass die Produktion von Geräten für die Heim- und Notfallbeatmung in der niederländischen Niederlassung Best Ende vergangener Woche eingestellt worden sei. Ende Juni solle der Standort planmäßig geschlossen werden. Das Geschäftsfeld Beatmung werde dann in Lübeck zusammengeführt.
Nach Ansicht der Analysten von AC Research sei die Meldung positiv zu werten. So sei es Drägerwerk in den vergangenen Jahren trotz einer Restrukturierung nicht gelungen, den Standort in die Gewinnzone zu führen. Durch die Zusammenlegung des Bereichs Beatmung wolle das Unternehmen Verbundeffekte für die Entwicklung, die Fertigung und die Verwaltung nutzen. Drägerwerk selbst rechne durch die Schließung des Standortes in Best ab dem Jahr 2011 mit Einsparungen in Höhe von 7,4 Millionen Euro jährlich.
Beim gestrigen Schlusskurs von 49,45 Euro erscheine das Unternehmen mit einem KGV 2011e von gut 9 weiterhin relativ moderat bewertet. Die Aktie der Gesellschaft habe sich in den vergangenen 12 Monaten bereits mehr als verdoppelt. Gleichzeitig habe das Unternehmen im ersten Quartal 2010 aber auch auf operativer Seite mit einer Steigerung des EBIT von 6,5 Millionen Euro im ersten Quartal 2009 auf nunmehr 36,8 Millionen Euro überzeugen können. Die EBIT-Marge sei somit auf 7,9% erhöht worden. Dabei habe der Konzern von einem besseren Produktmix hin zum margenstarken Gerätegeschäft, Währungseffekten und dem Turnaroundprogramm profitiert. Besonders positiv habe der Geschäftsbereich Medizintechnik hervorgestochen, der sich vor allem wegen besser laufender Geschäfte in den USA und auf dem Heimatmarkt deutlich erholt habe.
Für das Gesamtjahr 2010 rechne die Konzernleitung nunmehr damit, bei der EBIT-Marge das obere Ende der zuvor anvisierten Bandbreite von 5 bis 6% erreichen zu können. Auf Basis der sehr guten Erstquartalszahlen erscheine diese Zielvorgabe nach Einschätzung der Analysten von AC Research allerdings konservativ. Daher halte man im weiteren Jahresverlauf von Unternehmensseite eine Prognoseerhöhung für realistisch.
Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Vorzugsaktien von Drägerwerk zu kaufen. (Analyse vom 11.06.2010) (11.06.2010/ac/a/t)
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