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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 91,50 € |
93,20 € |
-1,70 € |
-1,82 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005550636 |
555063 |
- € |
- € |
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Drägerwerk-Aktie: Dividendenkürzung - Aktionäre "not amused" 18.04.2012
Nebenwerte Journal
Sauerlach (www.aktiencheck.de) - Nach Einschätzung der Experten vom "Nebenwerte Journal" ist die Vorzugsaktie von Drägerwerk (ISIN DE0005550636 / WKN 555063) nur noch eine Halteposition.
Am 15. Februar habe das Unternehmen den Inhabern dreier Genussschein-Serien ein Rückkaufangebot unterbreitet, das bis dato eine Zustimmung von 41,1% der Inhaber erfahren habe. Diese Genussscheine seien ein relativ teures Finanzierungsinstrument gewesen, da sie, zwischen 1993 und 2001 als Instrument der Mitarbeiterbeteiligung emittiert, einen jährlichen Gewinnanspruch verbrieft hätten, der dem Zehnfachen der Dividende auf die Vorzugsaktien entsprochen habe. Dafür habe bspw. für 2010 eine Summe von 15,6 Mio. EUR bereitgestellt werden müssen.
Zur Finanzierung dieser offiziell als Verschlankung der Kapitalstruktur titulierten Aktion, solle der Hauptversammlung am 04.05.2012 einmalig eine Reduzierung der Dividende für Stamm- und Vorzugsaktien auf 0,13 EUR bzw. auf 0,19 EUR vorgeschlagen werden. Diese Ausschüttungsquote von nur 3,3% des 2011er Jahresüberschusses stoße schon jetzt bei den Aktionären auf wenig Gegenliebe, betrachte man das Ergebnis je Vorzugsaktie von 7,35 EUR. Viele Anleger würden in der beabsichtigten Mini-Ausschüttung lediglich die Absicht des Unternehmens sehen, die Genussschein-Inhaber zur Annahme des Angebots zu drängen. Folglich dürfe sich Konzernchef Stefan Dräger nach Einschätzung der Experten auf eine entsprechend turbulente Hauptversammlung einstellen.
Aber die Magerkost bei der Dividende gehe weiter. Nach Ablösung aller Genussscheine werde die Eigenkapitalquote von 34,5% auf 25,5% sinken und einhergehend die Liquiditätsposition von 412,3 Mio. EUR auf 115,5 Mio. EUR fallen. Da gemäß der Unternehmensplanung eine Eigenkapitalquote von 40% der konsolidierten Bilanzsumme für notwendig erachtet werde, solle die spätere Ausschüttungsquote auf lediglich 15% des Jahresüberschusses zurückgefahren werden. Erst wenn die angedachte EK-Quote erreicht sei, wolle das Unternehmen wieder zu einer Ausschüttungsquote von 30% zurückkehren.
Nach Ansicht der Experten habe der Konzern mit seinem Abschluss 2011 die Markterwartungen übertroffen. Dieses Ergebnis sollte dem Kurs der Vorzugsaktie, die den Markt im vergangenen Jahr deutlich outperformed habe, eine gute Stütze bieten, selbst wenn das Ergebnis 2012 stagniere. Die Verschlankung der Kapitalstruktur werde von ihnen aus unternehmerischer Sicht als sinnvoll erachtet, was die Genussscheininhaber, die ein renditestarkes Investment verlören, durchaus anders sähen.
Nach Einschätzung der Experten vom Nebenwerte Journal ist die Vorzugsaktie als Halteposition, aus Sicht eines renditeorientierten Anlegers wohl eher als Verkaufsposition einzustufen. (Ausgabe 4 vom 05.04.2012) (18.04.2012/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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