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Drägerwerk H1 2025 Quartalszahlen: EBIT sinkt - Auftragseingang erreicht Rekordniveau seit 2020


14.07.2025
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de)

📈 Drägerwerk-Aktie im Fokus: Zwischen starkem Auftragseingang und rückläufigem EBIT - Jetzt einsteigen?


Die Vorzugsaktie der Drägerwerk AG & Co KGaA (ISIN: DE0005550636, WKN: 555063, Ticker-Symbol: DRW3, NASDAQ OTC-Symbol: DRWKF) hat im ersten Halbjahr 2025 mit einem positiven EBIT von rund 20 Mio. EUR überrascht - zumindest auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich jedoch Licht und Schatten im Zahlenwerk des Lübecker Medizintechnik- und Sicherheitsspezialisten. Während die Umsatzentwicklung eher stabil blieb, markiert der Auftragseingang ein starkes Signal für die Zukunft. Doch reicht das, um Anleger zu überzeugen?

💡 EBIT-Rückgang: Einmaleffekte als Verzerrer


Zwar liegt das EBIT bei rund 20 Mio. EUR - deutlich über den Erwartungen mancher Skeptiker -, doch das Vorjahresergebnis von 55,8 Mio. EUR wurde deutlich verfehlt. Der Grund: Einmaleffekte aus dem Jahr 2024, konkret der Verkauf eines nicht-strategischen Geschäftsbereichs in den Niederlanden sowie eines US-Grundstücks, hatten damals das Ergebnis um rund 20 Mio. EUR aufgebläht. Ohne diesen Rückenwind bleibt 2025 ein solides, aber kein glänzendes Halbjahr.

Die EBIT-Marge sank entsprechend auf 1,3% nach 3,7% im Vorjahr. Auf Quartalssicht lag das EBIT bei rund 20 Mio. EUR (Q2 2024: 40,7 Mio. EUR), was einer Marge von 2,6% entspricht - ebenfalls ein Rückgang im Vergleich zu den 5,2% aus dem Vorjahr.

🔍 Umsatzentwicklung: Stabilität statt Wachstum


Der Umsatz blieb nahezu unverändert bei rund 1.510 Mio. EUR (6 Monate 2024: 1.520,5 Mio. EUR). Währungsbereinigt entspricht das einem minimalen Anstieg von 0,4%. Auffällig ist, dass die Medizintechnik zulegt, während die Sicherheitstechnik Federn lässt:

  • Medizintechnik: +1,8% währungsbereinigt auf 851 Mio. EUR
  • Sicherheitstechnik: -1,4% währungsbereinigt auf 659 Mio. EUR



Die Bruttomarge blieb mit rund 44,8% erfreulich stabil.

🚀 Auftragseingang: Stärkstes erstes Halbjahr seit 2020


Der wahre Lichtblick liegt im Auftragseingang, der währungsbereinigt um satte 10,1% auf 1.738 Mio. EUR zulegte - der höchste Wert seit dem Pandemie-befeuerten Rekordjahr 2020. Besonders stark zeigt sich hier das Segment Medizintechnik mit einem Plus von 14,8% auf 1.011 Mio. EUR.

Ein Highlight: Ein Großauftrag aus Mexiko im zweistelligen Millionenbereich sorgte im zweiten Quartal für Rückenwind. Im Q2 legte der Auftragseingang insgesamt um 14,3% zu - ein starkes Signal für die Zukunft.

📊 Analystenstimmen: Zwischen Euphorie und Vorsicht


Aktuell liegt der Xetra-Kurs der Drägerwerk-Aktie bei 68,60 EUR, ±0,00% (Stand: 14.07.2025, 09:17). Drei Analysten haben sich in den letzten Wochen zur Aktie geäußert - mit unterschiedlichen Einschätzungen:

  • Christian Ehmann von Warburg Research empfiehlt die Aktie mit Kursziel 85 EUR zum Kauf. Seine Begründung: Der starke Auftragseingang und die operative Stabilität trotz Einmaleffekten zeigten, dass Dräger auf einem nachhaltigen Wachstumspfad sei. Besonders die Rückkehr der Medizintechnik in den Wachstumsmodus stimme optimistisch.

  • Henrik Paganetty von Jefferies bleibt neutral mit einer Halten-Empfehlung und einem Kursziel von 67 EUR. Er verweist auf das durchwachsene Ergebnisbild: Zwar sei die Nachfrage erfreulich stark, jedoch belaste die rückläufige Profitabilität die Bewertung. Zudem müsse Dräger die EBIT-Marge stabilisieren, um wieder attraktiver für Investoren zu werden.

  • Alexander Galitsa von Hauck & Aufhäuser sieht großes Potenzial und nennt ein ambitioniertes Kursziel von 96 EUR. Seine Kaufempfehlung stützt sich auf die starke Dynamik im Auftragseingang, die seiner Einschätzung nach mittelfristig in deutlich steigenden Umsätzen und Margen münden wird. Zudem biete Dräger mit seinem Fokus auf Medizintechnik und Sicherheitstechnologie eine defensive Komponente im Depot.

⚖️ Chancen und Risiken im Überblick



Chancen

  • Starker Auftragseingang als Frühindikator für steigenden Umsatz
  • Wachstum in der Medizintechnik trotz globaler Unsicherheiten
  • Stabile Bruttomargen trotz Inflation und geopolitischer Risiken
  • Langfristige Perspektive durch steigende Investitionen in Gesundheit und Sicherheit


Risiken

  • Rückläufiges EBIT und unterdurchschnittliche EBIT-Marge
  • Abhängigkeit von Einmaleffekten bei Ergebnisentwicklung
  • Währungs- und geopolitische Risiken, insbesondere in Exportmärkten
  • Uneinheitliche Entwicklung der Geschäftssegmente

📅 Ausblick 2025: Prognose bleibt optimistisch


Trotz des schwachen EBITs hält Dräger an der Jahresprognose fest: Der Umsatz soll währungsbereinigt um 1% bis 5% steigen, die EBIT-Marge zwischen 3,5% und 6,5% liegen. Vor allem der Rekord-Auftragseingang lässt auf ein starkes zweites Halbjahr hoffen.

🔚 Fazit: Kaufen, halten oder meiden?


Drägerwerk bleibt ein Spezialfall auf dem deutschen Kurszettel. Wer auf kurzfristige Gewinnexplosionen hofft, wird enttäuscht. Wer jedoch mittel- bis langfristig auf steigende Margen, nachhaltiges Wachstum im Gesundheits- und Sicherheitssektor sowie ein krisenresistentes Geschäftsmodell setzt, findet in Dräger einen soliden Depotwert.

Die Analystenlage ist gemischt, tendiert aber zur positiven Einschätzung. Angesichts des stabilen Kurses, des gestiegenen Auftragseingangs und des strukturellen Wachstums in der Medizintechnik könnte sich ein Einstieg auf aktuellem Niveau lohnen - insbesondere für langfristig orientierte Anleger.

😄 Und jetzt mal ehrlich: Wer diesen Artikel nicht mit seinen Freunden teilt, verpasst nicht nur das nächste Börsenwunder - sondern bekommt auch keine Einladung zur Grillparty der Redaktion! 🔥😉

Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 14. Juli 2025

Disclaimer:


Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels.
(14.07.2025/ac/a/t)




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